Unterflurprüfeinrichtung

Der Radkranzprüfautomat UFPE ist eine Prüfeinrichtung zur automatisierten Ultraschall- und Wirbelstromprüfung der Radkränze von Eisenbahnrädern im eingebauten Zustand. Die Räder können sowohl im reprofilierten als auch im nicht reprofilierten Zustand geprüft werden. Die maximale Achslast beträgt 24 Tonnen. Die Anlage ist so konzipiert, dass sich Anbauteile, wie Bremsscheiben, Bremsgestänge und Getriebekästen nicht störend auf die Prüfungsdurchführung auswirken. Wegen der unterschiedlichen Anbauteile am Fahrzeug gibt es für die Ankopplung des Prüfsystems keine prädestinierte Seite am Radsatz. Deshalb ist das Laufflächenprüfsystem vierfach vorhanden, je Radscheibe zwei komplette Prüfsysteme. Ein System befindet sich in Fahrtrichtung vor der Radscheibe und eins dahinter. Je nach Zugänglichkeit muss der Prüfer vor Beginn der Prüfung entscheiden, welche Prüfsysteme er auf jeder Seite nutzen möchte.

Der gesamte Prüfvorgang vom Anheben des Radsatzes bis zum Absetzen inklusive der Messwertaufnahme, Auswertung und Ergebnisdarstellung erfolgt automatisch. Es können Radsätze im Durchmesserbereich von 640 bis 1200 mm geprüft werden. Die Ergebnisdarstellung erfolgt in Form eines Balkendiagramms. Jedem Prüfkopf ist eine Spur über 360° zugeordnet. Pro Prüfung werden je Radscheibe 14 Ultraschallprüfköpfe und 4 Wirbelstromsonden genutzt. Fehler werden als Farbeintrag im Balken an der gefundenen Position kenntlich gemacht. Die Prüfzeit für einen fehlerfreien Radsatz beträgt < 10 Minuten. Das Prüfergebnis wird mit zusätzlichen Angaben zur Prüfung unter der Radsatznummer automatisch gespeichert.